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GROSSES KINO

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PSF - Big Band „featuring“ das „Cinema-String-Ensemble“ aus dem Stiftergymnasium Linz

Eine musikalische (PSF-filmische) Zeitreise von Film - Klassikern (Spiel mir das Lied vom Tod, Psycho, Der weiße Hai, Charlie Chaplin, James Bond, Fluch der Karibik, Titanic, Ray, Star Wars,...) über neue Klasse-Filme (Ziemlich beste Freunde, Pitch-Perfect,...) bis zu Musical-Filmen (Chicago, Moulin Rouge, Hair…)

Es ist wieder passiert: Nur 6 Wochen nach "I Have A Dream" (tolles PSF-Konzert in Zwettl) definierte sich die PSF-Big Band mit "GROSSES KINO" de facto neu: Die Kooperation mit dem "Cinema String Ensemble" aus dem Stiftergymnasium Linz hat wunderbar geklappt. Die große Innovation des Konzerts, dass fast alle Stücke von der Band selbst arrangiert worden sind, stellt nicht nur an sich eine Besonderheit dar, sondern wurde als besonders gelungen vom überaus begeisterten Publikum bedankt.

Programmatik

 

GROSSES KINO - SET 1: 

Der rote Teppich ist ausgerollt. Über diesen promenieren aber nicht nur die Stars des heutigen Film(-Konzert)s, sondern auch alle Konzertbesucher auf dem Weg in die Halle (Aula). Drinnen hört man plötzlich live Piano-Ragtime-Musik (Musik aus der Stummfilmzeit, Bernhard Hartl) und tatsächlich wird das Plakat von "GROSSES KINO" gleichsam lebendig: Charlie Chaplin (Babsi Hell) tritt (von oben hinten kommend) auf und summt der Musik entgegen, plötzlich wird er durch die Auftritts-Signation der Band aus seiner Zeit gerissen und flüchtet zuerst schockiert und ängstlich, später aber doch neugierig interessiert auf einen seitlich befindlichen Balkon, von dem aus das Geschehen gut zu überblicken ist.

1) Schon der eigentliche Beginn des Konzerts überrascht mit seiner düster "morbiden" Stimmung beim "Psycholied vom Tod", das Joe Matscheko der Band direkt auf den Leib geschrieben hat, indem er "The Man With The Harmonica" (aus "Spiel mir das Lied vom Tod"- hier mit Sopransaxophon von Rainer Lanzerstorfer interpretiert) direkt in einen "Battle mit dem Weißen Hai" münden lässt, aus dem heraus das Psycho-(Prelude), in diesem Fall für Streicher und Saxophone gesetzt, den Todeskampf in Hitchcock-Manier vollzieht, um dann (ganz Ennio Morricone gerecht) neben (oder nach) dem Tod im kitschig süßlichen "Once Upon A Time In The West" auszuklingen, zu dem unser Chaplin, der nun wieder Mut geschöpft hat, beseelt singt.

2) Charly Chaplin hatte auf seiner Violine unzählige Melodien erdacht, einige davon bilden das dreiteilige Stück "Charlie Chaplin": Beginnend mit dem romantisch verklärten "Limelight Theme", das direkt in den rasanten "Green Latern Rag" springt, bevor der während der gesamtem Zeit "Faxen" treibende Charlie Chaplin zur authentischen Babsi Hell mutiert, um "Smile" zu singen. Dieses 3. Stück hat Joe Matscheko ähnlich einer Version von Michael Jackson arrangiert, der ein großer Chaplin Fan gewesen ist und ihm zu Ehren "Smile" gesungen und aufgenommen hat.

3) Großes Kino braucht Streicher, zusammen mit dem dafür gegründeten "Cinema String Ensemble" des Stiftergymnasiums Linz, das Eduard Würzburger organisiert und einstudiert hat, steht "Pirates Of The Caribbean" für zeitgemäßes Abenteuer-Kino mit großer, feuriger (Hans Zimmer) Musik, von Joe Matscheko für Big Band + Streicher sehr rockig adaptiert. Es ist sehr erfreulich, dass genau dieses wuchtige Stück  Film-Instrumentalmusik viele Konzertbesucher als absolutes Highlight von "GROSSES KINO" begeistert.

4) (Romantisches) Gefühls-Kino lebt oft von schicksalshaften Ereignissen oder gar Katastrophen, die dann filmisch verarbeitet werden. Der Untergang der Titanic vor ca. 100 Jahren wurde demgemäß mehrmals verfilmt. Zuletzt 1997 - Titanic - der bis dahin teuerste Film aller Zeiten, mit der dann erfolgreichsten Film-Musik aller Zeiten, komponiert von James Horner (Big Band-Arrangement: Joe Matscheko). "My Heart Will Go On" wurde, gesungen von Celine Dion, zu einem Welt-Hit, aber auch die sonstige Filmmusik ist ganz großes Kino. Unser "My Heart Will Go On" interpretiert Raphaela Sigl.

5) Auch Fernsehfilme können musikalisch ganz großes Kino sein: 1970 schrieb Klaus Doldinger die Titelmusik zur Krimi-Serie Tatort. Seit über 40 Jahren beginnt jede Tatort-Folge mit dieser grandiosen Musik, zum PSF-Big Band-Arrangement von Joe Matscheko schrieb Theresa Theresita die Streicherstimmen.

6) James Bond Theme (arr: Joe Matscheko) Die Krimi-Filmserie schlechthin: 1962 jagte erstmals James Bond 007 Dr. No, heute,  50 Jahre- und 23 Folgen später ist James Bond selbst der Gejagte. In "Skyfall" (PSF-Arr: Stefan Fellner / Strg-Arr: Theresa Theresita) stirbt er sogar - fast! - großes Kino - großes Lied - unsere große Stimme: Viktoria Schöffl  

7) Um 1960 herum hatte Ray (Film) Charles mit Georgia On My Mind einen großen Hit. Das Arrangement von Cy Payne (Transkription einer Michael Buble-Version) baut kurioserweise auf den chromatischen Tonfolgen des James Bond-Themas auf. Jutta Diendorfer und Rainer Lanzerstorfer gestalten daraus ein großartiges Duett.

8) Science-Fiction- und Fantasy-Filme lassen sich ganz wunderbar durch die Musik von Star Wars (Comp: John Williams / Art: Dave Wolpe) vertreten. Theresa Theresita hat zu diesem Medley die Streicherstimmen geschrieben.

 

GROSSES KINO - SET 2: 

 

1) Der große (Überraschungs-)Erfolg des Films "Ziemlich beste Freunde" beinhaltet auch eine Liebeserklärung an die Musik von "Earth,Wind&Fire"; der unkonventionelle Pfleger des Films erweist sich als ganz großer Fan - Joe Matscheko arrangierte daher "September", das Stück, mit dem "Ziemlich beste Freunde" so richtig losging. Jetzt beginnt auch das Big Band Konzert insofern neu, als nun erstmals die "Big-Vocal-Group" in Aktion tritt und von nun an das GROSSE-KINO-Konzertgeschehen prägt.

2) Auch "Boogie Wonderland" (Arr: Joe Matscheko) bezieht sich auf eine Szene des Films Ziemlich beste Freunde, in welcher der Pfleger die langweilige Musik eines (Barock-)Orchesters nicht mehr aushält und daher anhand von "Boogie Wonderland" zeigt, was er unter guter Musik versteht, zu der er auch tanzt. 

3) "Pitch Perfect" - brandaktuell - wandert gleichsam direkt aus den Kinos in unser Programm -als a capella-Singen-Film sehr verlockend und herausfordernd für die PSF-Vocalgroup, die mit dem tollen Arrangement von Susanne Duda alles auf eine Karte setzt, dabei erfrischend lebendig "perfekt pitch(t)" und - "vergroovt" durch Rainer Lanzerstorfer als "Beat-Boxer" alles gewinnt - fast wie im Film "Pitch Perfect"- nur ehrlicher, weil diesmal wirklich live!

4) Filme können manchmal auch prägend für eine ganze Epoche sein und zum Beispiel die Disco-Welle der späten 70-ger Jahre auslösen: 1977 geschah dies mit dem Film "Saturday Night Fever", der John Travolta in der Hauptrolle zur Kultfigur für schwache Mädchenherzen machte. Vor allem aber beeindruckte auch die Musik der Bee Gees mit ihrem extremen Falsett-Gesang und "Stayin` Alive" (Arr: Johannes Peham) wurde zum Kultsong - bei uns kann Matthias Haslhofer, flankiert von heißen Mädels, dieses Disco-Fieber neu entfachen.

5) Mitte der 80ger Jahre hatte Falco mit "Rock Me Amadeus" (Arr: Johannes Peham) einen Welthit; sehr beeindruckend war damals auch das Video zum Nr. 1-Hit in Amerika: Falco im prunkvollen Palais, umgeben von heißen, reichlich dekadent wirkenden Reminiszenzen an die Kaiserzeit, sehr schön und anrüchig anzusehen - eine Sensation mit ein wenig Skandalwürze - genau das Richtige für eine artgerechte Vocalgroup-Performance und für Matthias Haslhofer die Gelegenheit, wie ein "richtiger" Mann singen (und klingen) zu können.

6) A Dinner For Four: Für den Percussion-Group-Beitrag (eine Tradition bei Big Band Konzerten) wählt Heimo Janschek diesmal "Eine kleine Tischmusik" aus und bezieht es auf den Film "A Dinner For One", um zusammen mit seinen 3 Schlagzeugern (Nick Wiesmayer, Reinhard Ziegler u. Simon Enzenhofer) daraus ein "Dinner For Four" zu gestalten, das recht lustig rüberkommt und welches das Publikum offensichtlich "zum Fressen gern" hat.

7) Kinder-Kino - Filme für die ganze Familie - Ein Zeichentrick-Film, der eine ganze Generation verzaubert hat, war sicherlich "Der König der Löwen": Die typisch afrikanischen musikalischen Zitate werden auch im (fast) A-capella-Stück "A Circle Of Life" (Arrangement: Rainer Lanzerstorfer) durch die einfühlsame Interpretation von Steffi Ries und der Vocalgroup lebendig. 

8) Auch Musicals wurden oft verfilmt und zu großen Erfolgen, so auch "Chicago". Der Song "And All That Jazz"(Arr: Walt Stuart / Streicher Arr: Theresa Theresita) spielt in einem Tanzcabaret-Erotik-Etablissement des Chicago der 1930ger-Jahre - sehr gekonnt performed und interpretiert von 5 singenden "Tänzerinnen" mit der erstaunlich authentisch wirkenden Theresa Oberwanger.

9) Was mit Chicago begann, steigert sich in "Moulin Rouge" zum brickelnden "Erotik-Kino". "Lady Marmalade" (Arrangement: Stefan Fellner / Streicher-Arr: Theresa Theresita) setzt diesem Treiben gleichsam die Krone auf - ein Höhepunkt und wunderbarer Abschluss von "GROSSES KINO" mit wunderbaren Akteurinnen Jutta Diendorfer, Babsi Hell, Marianne Gappmaier, Katharina Hofer, Theresa Oberwanger und Steffi Ries - da kommt schon fast Theater auf die Bühne - ein Ohren- und Augenschmaus für das restlos begeisterte Publikum.

Zugabe 1: Joe Matscheko erfüllt sich mit diesem Musicallied aus "Hair" einen schon lang gehegten Wunsch, mit "Easy To Be Hard" einen flammenden Appell für die Vereinbarkeit von Kunst/Beruf/Selbstverwirklichung und Familie auszudrücken. Marianne Gappmaier und Lisa Hirsch vermitteln diese Botschaft ganz großartig.

Zugabe 2: Mit "Let The Sunshine In" (Arr: Joe Matscheko), der alles zusammen fassenden und in die Zukunft blickenden Hymne aus "Hair" möchte die PSF Big Band schon mal andeuten, in welche Richtung (Musical) ein nächstes Programm gehen könnte, vor allem werden dabei alle 65 (!) Akteure des Projekts, beginnend bei den Musikerinnen des "Cinema String Ensembles", den MusikerInnen der Big Band-Sätze (Saxophone/Flöten, Trompeten, Posaunen, Rhythmusgruppe, Vocalgroup) bis zur von Martin Bauer bestens betreuten Technik über die von Edith und Marianne Gappmaier so grandios programmierte PP-Präsentation vorgestellt.
Ein wunderbarer, wieder Zeichen und neue Maßstäbe setzender Konzertabend geht in großer Feier- und Partystimmung zu Ende - es war und ist definitiv GROSSES KINO !